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Das Team: 10 Fragen an Jennifer Jones

30.08.2010

Jennifer unterstützt das Social Media- und Presse-Team und hat gerade ihre Masterarbeit hinter sich gebracht – natürlich über Social Media. Wenn Jennifer, die neben einem deutschen auch einen britischen Pass besitzt, nicht gerade Hörbücher hört, dann isst sie gerne Essig-Chips aus der Heimat. Auf Facebook und Twitter kennt ihr sie unter „jj“.

Jetzt mal ganz ehrlich: Hörst du lieber oder liest du lieber?

Also, eigentlich darf ich das ja gar nicht laut sagen, aber ich muss gestehen, dass ich lieber lese. Das gebe ich aber nur zu, wenn ich mich absolut festlegen muss. Ich mache eigentlich beides gerne, und oft ist es tatsächlich so, dass ich ein Buch, das mir besonders gefallen und mich fasziniert hat, auch noch mal höre. Im Hörbuch eröffnet sich durch die Stimme des Sprechers noch mal eine neue Ebene, die Geschichte wird dadurch vielschichtiger. Mir fallen durch das Vorlesen auch ganz andere Details auf und mir bleiben andere Sätze in Erinnerung als beim Buch. Für mich ist also beim Hörbuch der Sprecher, oder besser die Stimme, mit das Entscheidende und das, was das Hörbuch für mich so besonders macht. Für mich ist Hören also eine Ergänzung zum Lesen.

Unter den vielen Hörbuchsprechern hast du doch sicher einen Favoriten, oder?

Das ist wirklich eine gemeine Frage, nur einen aussuchen ist ja fast so gut wie unmöglich. Für mich ist es ein bisschen so, dass es auf das Hörbuch, und dabei vor allem auf das Genre ankommt, welcher Sprecher mir gefällt. Aber da ich ziemlich viele Hörbücher auch in Englisch höre habe ich mir mal einen männlichen Sprecher und eine weibliche Sprecherin auserkoren. Charles Keating und Anna Bentinck haben dabei das Rennen gemacht. Charles Keating hat mir in den Inspector Linley Hörbüchern von Elizabeth George super gefallen, er hat so eine ganz besondere Klangfarbe, die für mich die Stimmung der Hörbücher einfach perfekt transportiert. Ein wenig nasal, aber super eindringlich. Und Anna Bentinck ist einfach grandios, ich liebe ihren britischen Akzent, der macht mich beim Hören einfach glücklich. Außerdem liest sie immer jeden Charakter mit einer ihm ganz eigenen Stimme. Sie gestaltet die Geschichte so einfach unglaublich lebendig, man steigt dadurch wirklich in die Handlung ein und lebt und leidet mit.HUGOMORE42

Erinnerst du dich noch an dein schönstes Hörerlebnis?

Mein schönstes Hörerlebnis war eigentlich auch mein erstes Hörerlebnis. Ich war krank und musste im Bett bleiben. Lesen ging nicht und da habe ich mit Die Therapie von Sebastian Fitzek angefangen, und nicht mehr aufgehört. Die Geschichte hat mich regelrecht in ihren Bann gezogen, und ich habe es in einem Rutsch durchgehört. Ich war unglaublich fasziniert von der psychologisch so wundervoll verworrenen Handlung, dass die Kopfhörerstöpsel den ganzen Tag dringeblieben sind, ich musste ja Gott sei Dank im Bett bleiben. Das war wahrscheinlich das einzige Mal, wo ich froh war krank zu sein und das Hörbuch dadurch nicht unterbrechen musste. Außerdem bin ich durch die Hör-Behandlung ganz schnell wieder gesund geworden.

Es soll ja Menschen geben, die neben Hörbüchern auch Musik hören. Welches ist dein Lieblingslied?

Das ist wirklich schwierig für mich, da ich eigentlich gar keine Musik höre. Irgendwie lenkt mich das immer ab, da ich immer genau auf den Text höre, so dass ich gar nichts anderes mehr machen kann. Musik kann ich also nicht so nebenbei hören. Daher ist es bei mir zu Hause immer eher ruhig und auch unterwegs habe ich nur ganz wenig Musik dabei. Ich finde Musik aber wundervoll und wenn ich höre, dann viel Jazz. Großer Fan von den „alten Diven“ wie Ella Fitzgerald, Sarah Vaughan oder auch Eva Cassidy. Ich hab dann meistens jeweils ein Lieblingslied, bei Ella ist es Bewitched, Bothered and Bewildered. Wahnsinns Text! Was ich noch empfehlen kann, und was wohl als Lieblingslied zählen könnte ist Antony & The Johnsons Another World. Eine ganz besondere Stimme!

Was ist für dich ein besonderer Tag oder anders gefragt: Wie muss ein Tag ablaufen, damit du glücklich bist?

Bei mir ist ein perfekter Tag einer, an dem ich nichts machen muss. Ich gammle einfach total gerne und plätschere zu Hause so vor mich hin. Erledige alles, was ich in der Woche nicht schaffe, beschäftige mich mit meiner Katze, die leider auch immer ein wenig zu kurz kommt. Dann gehe ich gerne auf dem Markt einkaufen, um dann in Ruhe zu kochen. Oft auch mit Freunden und vor allem dem passenden Wein dazu ;-) Alles in allem also eher unspektakulär, aber sehr erholsam.

Bist du gerne unterwegs? In welches Land würdest du gerne reisen?

Ich bin super gerne unterwegs, und ein wenig bin ich auch schon rumgekommen. Ich war mal drei Monate in Neuseeland, ein absolutes Traumland, kann ich nur von ganzem Herzen empfehlen. Dann war ich auch mal eine Zeit auf dem „Traumschiff“ unterwegs und hab dabei Skandinavien, Osteuropa, die Karibik und Südamerika gesehen. Wo ich noch nie so richtig lange war ist Italien, und das ist definitiv noch eine Reise, die für irgendwann mal geplant ist. Da ich mich sehr für Wein interessiere, würde ich gerne mal eine Weinreise durch die Toskana und das Piemont machen. Im Piemont ist auch eines meiner Lieblingsweingüter, da würde ich dann gerne (am liebsten ein paar Wochen) Station machen.

Was wolltest du schon immer gerne mal machen und hast es bisher nicht geschafft?

Ich hätte gern einen eigenen Garten. Ist jetzt nicht so der Mega-Wunsch, aber einer auf den ich immer wieder stoße. Und man kann das ganz schnell ausbauen, denn ich hätte gerne einen Garten in einem Cottage in Südengland. Und zwar würde ich da am liebsten mal ein paar Weinstöcke anbauen, denn das gibt’s Wein aus England. Ich fände es toll mal ein Glas des eigenen Weins zu trinken, das wär was.

Gibt es jemanden, den du unbedingt mal treffen möchtest?

Hab ich mir ehrlich gesagt noch keine Gedanken drüber gemacht. Und so spontan fällt mir auch keiner ein. Das spricht wohl dafür, dass es nicht die eine Person gibt, die ich unbedingt mal treffen will. Aber wenn ich recht überlege, würde ich wohl gerne mal die „Queen“ treffen. „Her Majesty“ so Face-to-Face, das könnte ich mir als halbe Britin sehr prunkvoll vorstellen.

Auf welchen Internetseiten trifft man dich am häufigsten? Schließen wir mal Google & Audible.de aus.

Ich bin relativ viel auf Twitter unterwegs , denn es ist tatsächlich so, dass das Meiste was ich wissen muss oder möchte oder was für mich interessant ist, mich dort zuerst findet. Um den Überblick über all meine gelesenen Bücher oder Hörbücher zu behalten, bin ich auch auf Lovelybooks zu finden. Auf der Seite von meinem Lieblingsweinladen schaue ich öfters mal, was es so Neues gibt, und ob bald mal wieder eine Weinprobe ansteht.

Und zu guter letzt: Welches Hörbuch ist gerade auf deinem iPod?

Zur Zeit habe ich Dem Tod auf der Spur von Michael Tsokos auf dem iPod. Ich steh total auf Pathologen-Thriller und dachte, ich höre mir mal ein paar wahre Gerichtsmediziner-Stories an. Bisher ist es ganz spannend, und man lernt mal was der Unterschied zwischen Pathologe und Gerichtsmediziner ist. Ich kann es empfehlen, es ist allerdings sicher nichts für schwache Nerven. Es ist zwar nicht blutrünstig, aber trotzdem kriecht die ganze Zeit so ein „seltsames“ Gefühl in einem hoch.

Wenn du uns kurz die 3 Blogs nennen kannst, die du empfehlen möchtest?

1. Digitale Medien: http://medialdigital.de/ 2. Nicht nur Politisches: http://carta.info/ 3. Über die Buchbranche: http://www.buchreport.de/blog.htm