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Acht Tipps gegen Kopfhörer-Kabelsalat

17.11.2014

bnr_faktderwoche_kw47_blogIn meiner Handtasche wohnen kleine Lebewesen, die mir ständig das Kopfhörerkabel verwurschteln. Anders kann ich mir das nicht erklären. Teilweise sind es so professionelle Knoten, da würden erfahrene Seeleute neidisch werden. Bevor ich mein Hörbuch weiterhören kann, muss ich deswegen oft erst als Entfesslungskünstlerin tätig werden. Deswegen folgen hier 8 mehr oder weniger nützliche Tipps für Leidensgenossinnen und -genossen des Kopfhörerkabelsalats.

Tipp 1: Lange Nägel

Ja, das gilt auch für die Herren der Schöpfung. Bei der Entwirrung von Kopfhörerkabeln ist ein lang gezüchteter Fingernagel das perfekte körpereigene Werkzeug. Einfach irgendwo einhaken, lockern und enttüdeln. Hilft ja nix. Stellt man sich dabei besonders doof an, macht es vielleicht ein anderer. Das klappt in anderen Lebenslagen schließlich auch manchmal.

Tipp 2: Ziehen und Reißen

Schuhe gehen wieder auf, wenn man an einem Ende der Schnur zieht. Ab und zu klappt das auch beim Kabelsalat. Es ist jedoch ein riskantes Unterfangen. Wie beim Bombenentschärfen, besteht die Wahrscheinlichkeit, dass man die falschen Stelle erwischt und alles noch viel schlimmer macht. Viel Glück, ihr Abenteurer!

 

Tipp 3: Geduld

 

Egal wie spannend das Hörbuch gerade ist und wie unbedingt man möglichst schnell weiter hören möchte, beim Kopfhörer entknoten braucht man Geduld und Ruhe. Wo man die her nehmen soll, weiß ich auch nicht. Einfach tief durchatmen, das Ganze genau unter die Lupe nehmen und… sauer werden.

 

Tipp 4: Frust und Trotz

 

Ob man die Knoten nun entwirren kann oder nicht, irgendwann stellt man häufig fest, dass zusätzlich mindestens eine dieser Silikonkappen der InEar-Kopfhörer das Weite gesucht hat. Ohne die Gummipfropfe kann man zwar etwas hören, aber man büßt durch ihren Verlust doch die ein oder andere Komfortstufe ein. Es wird dazu geraten, dem Frust Luft zu machen bevor man weiter entknotet.

 

Tipp 5: Neukaufen

 

Für diejenigen mit Extrakleingeld und für die Frustopfer, die irgendwann wütend zur Schere gegriffen und die Knoten trotz besseren Wissens einfach abgeschnitten haben, empfiehlt sich an dieser Stelle eventuell ein Neukauf der Kopfhörer. Wie wäre es mit einem Rabattpaket für Wiederholungstäter?

 

Tipp 6: Oben ohne

 

Theoretisch braucht man zum Hören gar keine Kopfhörer. Warum sollten die anderen Menschen in der U-Bahn, der Partner im Bett oder die Patienten im Wartezimmer nicht alle in den Genuss des eigenen Hörbuches kommen? Ein bisschen weniger Rücksicht, ein bisschen mehr kollektiver Hörbuchkonsum.

 

Tipp 7: Ordentlich wegpacken

 

Viele werden jetzt denken: Endlich! Ein vernünftiger Tipp. Das trügt, denn es funktioniert sowieso nie. Egal wie aufgerollt und zusammengelegt das Kabel ist, die Knoten finden ihren Weg. Wie gesagt: Da sind Profis am Werk. Daher kommen wir direkt zum nächsten Tipp.

 

Tipp 8: Scheiß drauf

 

Das Leben ist nun mal unordentlich. Da kann man gar nichts machen. So ist das auch mit den Kopfhörerkabeln. Wahrscheinlich ist es am einfachsten das Chaos zu akzeptieren und es nicht immer krampfhaft zu bekämpfen. Das hat nichts mit Aufgeben zu tun, sondern mit Gelassenheit. Die Töne kommen auch durch die Knoten ins Ohr. Vielleicht sind sie nach dieser Achterbahnfahrt noch viel fröhlicher. Oder ihnen ist schlecht.

 

 

Letztendlich darf man eines nicht vergessen: Salat ist gesund. Und Kabelsalat ist zu jeder Saison zu haben. Zumindest in meiner Handtasche.

 

Wie sieht das bei euch aus? Habt ihr weitere Tipps wie man Kopfhörersalat vermeiden kann?