Audible

Audible Inside: Hörspielfan & Tierheilpraktikerin

09.02.2015

In der neuen Serie “Audible Inside” stellen wir euch monatlich Menschen vor - die etwas zu erzählen haben, besonders charismatisch sind oder tolle Projekte verfolgen. Manchmal sind es Kollegen, aber auch andere spannende Personen werden wir euch hier vorstellen. Los gehts mit Sabrina Krause.

Hallo Sabrina! Willkommen bei Audible brauche ich bei dir nicht zu sagen, denn du gehörst schon seit über 6 Jahren zum Team. Aber wenn ich dich frage, was du beruflich machst – was sagst du dann?

Ich bin angehende Tierheilpraktikerin einerseits und eingefleischte Audiblianerin andererseits. Bei Audible kümmere ich mich darum, dass beim Klick auf Download auch wirklich ein Hörbuch heruntergeladen wird. Hörprobe, Cover, Audio – alles soll technisch einwandfrei für unsere Hörer bereit stehen. Mir war aber schnell klar, dass ich nicht ununterbrochen vor dem Rechner sitzen möchte. Ich brauche Abwechslung. Warum dann nicht zwei verschiedene Jobs – in Teilzeit versteht sich. Als Kind wollte ich immer Tierärztin werden. Als mir das wieder ins Bewusstsein kam, habe ich mir eine Ausbildungsmöglichkeit im Bereich Tiernaturheilkunde gesucht, gefunden und bestanden.

Wo hast du mich denn heute hinbestellt? In den Pferdestall, zu meinem Pferd Inka.

Interessante Haustier-Wahl. Wie kam es dazu? Mit 10 Jahren habe ich angefangen, Reitunterricht zu nehmen. Dann bin ich richtige Spring- und Dressur-Turniere geritten, war aber nie besonders erfolgreich, nicht zuletzt weil mir immer die wildesten und beklopptesten Pferde anvertraut wurden. Als wir unser Training auf sieben Tage die Woche, plus die Arbeit im Stall, aufstocken sollten, bin ich ausgestiegen. Das war nix für mich, zuviel Stress für Mensch und Pferd. Während meiner Uni-Zeit hab ich wieder angefangen und Inka kennengelernt. Sie war ein von den Menschen traumarisiertes Sportpferd, irgendwie habe ich es aber geschafft, dass Inka zu mir wieder ein wenig Vertrauen fasste. Der Besitzer wollte das „Mistvieh“ trotzdem loswerden, also habe ich sie 2006 gekauft. Eigentlich wollte ich in jenem Sommer auf eine große Reise gehen. Statt nach Argentinien zu fahren, wurde ich Pferdebesitzerin. Und das Tollste: Sie ist mittlerweile das entspannteste Pferd hier auf dem Reiterhof und bekommt im Mai ihr zweites Fohlen. Ich werde Fohlen-Tante; ich freue mich total!

Wie hilft die Naturheilkunde den Tieren? Naturheilkunde bedeutet für mich ganzheitlich, ursächlich und schonend zu helfen. Das ist für Tiere genauso wie für Menschen. Ich möchte immer den gesamten Organismus betrachten und nicht nur ein Symptom, immer nach der Ursache der Erkrankung forschen und diese versuchen zu beheben, und mich dazu der einfachsten und schonendsten Mittel bedienen, um die Genesung zu unterstützen und Balance wieder herstellen. Dazu bediene ich mich der Homöopathie, der Akupunktur, jeder Menge Kräuter, Blutegel, Tapes oder was es sonst noch bedarf. Krankheit so wie ich sie verstehe, kommt durch ein Problem im Innern des Organismus zustande. Damit der Organismus nicht daran zerbricht, sucht er sich eine Ausgleichsmöglichkeit, die so weit wie möglich weg ist von seinem Zentrum, zum Beispiel ein Hautausschlag. So ist dieser oftmals kein Problem der Haut, sondern Ausdruck eines Ungleichgewichts im Inneren. Mach ich jetzt den Hautausschlag äußerlich z.B. durch eine Creme weg, nehme ich dem Zentrum seinen Puffer und er muss sich eine neue Möglichkeit suchen, nicht im Innersten zu zerbrechen und eine neue Krankheit flammt auf. Diese wird gravierender sein und immer tiefer gehen. Daher wichtig: Ursache finden, beheben und die Symptome verschwinden von selbst! Toll, oder? Soweit die Theorie. Jetzt arbeite ich den Rest meines Lebens daran die Praxis zu perfektionieren.

Nachdem wir Inka und ihre Pferde-Kumpel von der Koppel geholt hatten, gingen wir in die Reithalle. Um richtig auszureiten, war es jedoch zu kalt und regnerisch. Dennoch habe ich mich tatsächlich selber auf den Gaul geschwunden, um einige Runden zu Traben. Anschließend hieß es: Mistgabel schnappen und Stall ausmisten! Danach war es Zeit für ein aufwärmendes Getränk…

Sabrina, neben der Tierliebe, was inspiriert dich? Ich komme aus dem Spreewald, also ist mir eine starke Naturverbundenheit geblieben. Die Natur inspiriert mich: der Wald, das Wasser, die Tiere, das Reisen - draußen sein, draußen schlafen… Die Inspiration kommt aus der Ruhe. Das funktioniert auch beim Joggen oder beim Yoga - das hilft mir, zu innerer Ruhe zu finden. Das fällt mir nämlich manchmal schwer, ich bin eher der Hektiker - immer machen, machen, machen. Aber man sollte eben auch entspannen und genießen können. Das geht für mich an der frischen Luft am besten.

Ok, nun eine Hörbuchabfrage! Allerliebstes Hörbuch? Ganz klar: Die Känguru-Trilogie! Hab ich ungefähr 15x gehört und kann immer noch drüber lachen!

Wenn du dich mit drei Worten beschreiben müsstest:

Sabrina Krause

Das beste Hörbuch 2014? Die Abenteuer des starken Wanja. Was für eine perfekte Komposition! Und natürlich Ohrdebil - Ich spreche dort die Betsy. Die Rolle funktioniert für mich so gut, weil ihr Charakter so ganz anders als meiner ist. Betsy ist die etwas aufgetakelte Tante, ich bin casual und alles andere als tussig. Bei den Aufnahmen habe ich mich auf Zehenspitzen gestellt, um mich symbolisch in High Heels zu versetzen.

Was sind deine Pläne für 2015? Meine kleine Farm! Im Ernst, ich suche einen Bauernhof bzw. ein größeres Gehöft im Süden von Berlin (her mit den Angeboten!) Mein Traum ist es, dort mit mehreren Parteien zu leben, einer kümmert sich um den Garten, der andere um die Tiere usw. So ein bisschen Selbstversorger.

Außerdem steht für 2015 an, ein gesundes Fohlen heranwachsen zu sehen und meine Heilpraktiker-Fähigkeiten weiter auszubauen. Dazu suche ich nach einem Tierarzt, der mir unter anderem ermöglicht zu lernen, wo meine Grenzen sind. Ich würde wahnsinnig gern einmal in der Woche einem Tierarzt oder einer Tierärztin assistieren. (Auch hier: Her mit den Angeboten aus Berlin und Umgebung!)

Und Nils Holgersson abschließen - das ist der Plan. Ich liebe dieses Projekt und möchte es auch unbedingt zu Ende bringen, aber es fand sich einfach keine Zeit. Außerdem gibt es einen Mangel an guten Männerstimmen. Aber der Winter ist eine gute Zeit, um sich wieder dem Skript zu widmen und die Leute ins Tonstudio zu locken.