Audible

Besuch bei Audible.com

25.04.2013

 

Letzte Woche habe ich das Audible-Büro in Newark, New Jersey, besucht - da sich alle Social Media-Kollegen aus England, Deutschland und USA zu einem großen Workshop getroffen haben. Es ging darum,  Wissen auszutauschen, das jedes Social Media Team gesammelt hat. Z.B., an welchen Inhalten die jeweiligen Hörbuch-Community interessiert ist - was wir in Deutschland in den Sozialen Netzwerken posten und welcher Artikel in den Blog wandert, usw. Newark ist nur 20 Minuten von Manhattan entfernt und bei gutem Wetter kann man vom Büro aus sogar die Skyline von Manhattan sehen.

Unsere Mutterfirma Audible.com gibt es seit 1995 und wurde von Don Katz gegründet. Bevor er Audible.com gründete, arbeitete er als Autor und Journalist, u. a. für das Rolling Stone Magazin.

Für mich war es das zweite Mal, dass ich dort war und ich kehre immer wieder sehr begeistert zurück. Um es auf den Punkt zu bringen, Audible.com ist riesig – es arbeiten ca. 300 Menschen auf 3 verschiedenen Stockwerken und trotzdem kennen sie sich alle und haben einen starken Zusammenhalt. Wir wurden unglaublich freundlich aufgenommen, rumgeführt und vielen vorgestellt.

Vielleicht liegt der gute Umgang miteinander auch daran, dass alle jeden Tag zusammen Mittagessen? Ja wirklich, täglich wird Essen für die gesamte Mannschaft geliefert. Ich habe für euch mal Fotos gemacht.

Doch das ist nicht alles. Damit mehr Austausch zwischen den Teams herrscht und sie sich gegenseitig kennenlernen – gibt es z.B. Sportgruppen. Es gibt eine Yogagruppe, die sich jeden Mittwochabend um 18 Uhr im Fitnessstudio (welches sich im selben Gebäude befindet) treffen. Dann gibt es ein Baseball-Team, das sich sogar im Sommer im Stadion der Newark Bears zum Training treffen. Das Stadion ist auch gleich um die Ecke. Dann gibt es eine Jogginggruppe usw. Vor allem der Kundenservice organisiert viele Veranstaltungen & Gewinnspiele innerhalb des Teams. Jeden Freitag sorgt ein Team für einen guten Start ins Wochenende und serviert ab 16 Uhr Snacks & Drinks. Auch wenn es sich nicht so anhört, wir haben tatsächlich auch gearbeitet…

Ziel von Audible ist es, die internationalen Teams stärker zu vernetzen, da wir an denselben Themen arbeiten. Deshalb war unsere Woche vollgepackt mit Meetings – wir haben eine Menge Kollegen getroffen, die wir sonst nur per email kannten. Das war klasse – ich habe z.B. eine Führung durch die hauseigenen Aufnahmestudios bekommen, von denen es 6 Stück im Büro gibt und hundert Weitere in ganz USA verteilt. Audible.com ist weltweit der größte Hörbuch-Produzent und alle Produktionen werden von Mike Charzuk überwacht. Mike erzählte mir, dass Audible.com immer auf der Suche nach neuen aufstrebenden SprecherInnen ist. Deshalb können jeden Tag Interessenten für ein kurzes Vorsprechen vorbeikommen und Mike entscheidet, ob sie geeignet sind oder nicht. Er hält auch Vorträge an bekannten Schulen und Universitäten, wie z.B. an der Schauspielschule Juilliard, der University of Southern California, der UCLA, der New York University, TISCH School of Arts und vielen mehr, um Schauspieler auf das Sprechen von Hörbüchern aufmerksam zu machen.

Ich habe bei den Aufnahmen von Children are Diamonds (ET: 1. Juni in USA), gesprochen von Jonathan Davis, zugehört. Ziemlich harter Stoff, es geht um Kindersoldaten in Afrika und Jonathan hatte sehr viele militärische und afrikanische Worte im Text, die immer mal wieder im Aussprache-Wörterbuch nachgeschaut werden mussten. Jonathan ist einer der Sprecher-Stars in USA und hat schon einige Preise für seine Arbeit gewonnen. Er war  z.B. 2009 für 4 Audie Awards nominiert, u.a. für Galapagos, Calculating God und Executive Privilege. Er spricht u.a. Hörbücher von Neal Stephenson oder David Baldacci.

Hörbuch Sprecher in USA

Das Büro bei Audible ist sehr offen und luftig gebaut – man fühlt sich gleich sehr wohl. Ich kann einfach bei Don Katz vorbeischauen und ihn spontan um ein kurzes Gespräch bitten, wenn ich mag – auch er sitzt mitten drin im Geschehen. Er ist derjenige, der den Blick von oben auf alles hat und es ist immer sehr erfrischend, mit ihm zu sprechen. Was ich sehr smart fand, war, dass alle Meetingräume nach bekannten Persönlichkeiten oder Orten aus Newark benannt sind – z.B. hatte ich ein Meeting im Raum „Gloria Gaynor“ oder „Queen Latifa“ – auch „Ice-T“ habe ich gesehen.

Den besten Eindruck bekommt ihr allerdings, wenn ihr euch obiges Video anschaut.