Detlef Bierstedt: George Clooney aus der DDR

Detlef Bierstedt: George Clooney aus der DDR
16.12.18

Der Schauspieler Detlef Bierstedt betrat schon in der 70er-Jahren die Bühne – damals noch in der DDR. Seitdem war er als Schauspieler und Synchronsprecher in über tausend Produktionen im Einsatz. In Hörbüchern kommt seine gewaltige Stimme besonders zur Geltung.

Detlef Bierstedt: Von der Bühne hinter das Mikro

Schauspieler war sicher nicht der einfachste Beruf in der DDR. Doch Detlef Bierstedt setzte sich und seinen Willen durch, ließ sich an der renommierten Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ ausbilden und ging seinen Weg. Dieser führte den Urberliner zum Potsdamer Hans Otto Theater und 1978 erstmals vor die Kamera der TV-Produktion Ursula.

Seitdem ist Bierstedt von den Bühnen der Republik und aus vielen deutschen Filmen und Serien nicht mehr wegzudenken. Immer wieder taucht er in Haupt- und Nebenrollen auf. Ob im Tatort, als Berliner Oberbürgermeister Gustav Böß in Babylon Berlin oder als Eisenkralle zusammen mit Didi Hallervorden: Bierstedt ist als Schauspieler wandelbar, aber immer sympathisch. Doch seine große Leidenschaft liegt nicht vor, sondern abseits Kamera.

Die Synchronstimme von George Clooney und vielen anderen Hollywood-Größen

Als George Clooney 1994 seine Rolle als Dr. Ross in Emergency Room antrat, habt ihr sicher noch nicht mit seinem heutigen Welterfolg gerechnet, oder? Auch Detlef Bierstedt nicht. Als Synchronsprecher lieh er von Beginn an dem Superstar seine Stimme. So blieb es in allen 109 Folgen der US-Krankenhaus-Serie. Seither ist er einem Millionenpublikum ein Begriff. Danach kamen Blockbuster wie Batman & Robin, Projekt: Peacemaker und Der schmale Grat.

Neben Clooney ist Bierstedt auch für andere Hollywood-Größen im Einsatz. Bill Pullmans legendärer Satz: „Heute ist unser Independance Day“ im gleichnamigen Film? Hat Detlef Bierstedt gesprochen. Auch in der Zeichentrick-Serie American Dad ist Bierstedt als CIA-Agent und Familienvater Stanley „Stan“ Smith zu hören. Manchmal versetzt sich Bierstedt so sehr in seine Synchronrollen, dass in der Sprecherkabine die Tränen kullern. Diese Leidenschaft hört man und das macht seine Arbeit so besonders.

Detlef Bierstedt: Hörbücher spricht er oft beim ersten Lesen ein

Bierstedt spricht am liebsten Hörbücher ein. Warum? Weil er dabei den Figuren seine eigene Interpretation einzuhauchen kann. Oft liest er nach dem „Prima Vista“-Prinzip. Er liest also das Buch selbst zum ersten Mal und fiebert genauso mit der Story mit wie ihr! Seine markante, sonore Stimme gibt seinem Vortrag dabei die einzigartige Tiefe.

Bierstedt fesselt, bannt, unterhält

Egal, ob in Harlan Cobens kürzlich veröffentlichtem Hörbuch-Thriller „Abgeblockt“ oder in Chris Karldens „Der Totensucher“: Bierstedt fesselt euch. Das einzige Problem bei seinen Hörbüchern: Man kann einfach nicht aufhören. Ihr kennt das, oder? Zum Glück findet ihr hier bei Audible fast 400 Hörbücher von Detlef Bierstedt! Von Literatur-Klassikern wie „Die drei Musketiere“ über Kinderbücher wie „Der kleine Prinz“ bis zu Fantasy-Werken wie „Das Heer des Weißen Drachen“: Bierstedt kann sich in jede dieser Rollen hineinversetzen und ist dabei so glaubhaft, dass ihr voll in der Geschichte aufgeht.

Holt euch jetzt eines von Detlef Bierstedts Hörbüchern – und dann kann Weihnachten, die Schwiegermutter oder die Schlechtwetterfront ruhig kommen. „Bitte-nicht-Stören“-Modus: ON.


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