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Die Chronologie der Alien-Saga

30.09.2017

Mit unserer Alien-Timeline erfahrt ihr endlich die korrekte Reihenfolge der Filme, Hörspiele, Bücher und Videospiele. Ellen Ripley gefällt das.

Seitdem Ridley Scott’s Prometheus der Alien-Franchise zu neuem Leben verholfen hat, erfreut sich das Universum der blutrünstigen Xenomorph wieder größter Beliebtheit. Dem Film-Reboot im Jahr 2012 folgten zahlreiche andere Medien und ließen Fans der Alien-Saga lesend, schauend, spielend und hörend neue Geschichten rund um Ellen Ripley und die Weyland-Yutani Corp. erleben. Aufgrund der massiven Ausweitung und der unterschiedlichen Anknüpfungspunkte in der Alien-Timeline wurde eine Frage dabei immer relevanter: Wie lautet die korrekte Alien-Chronologie? Eine berechtigte, aber nicht so leicht zu beantwortende Frage, der wir in diesem Artikel mit Hilfe unserer Infografik und einem ausführlichen Text nachgehen wollen. 1892 MK Social Alien-Infographic-v2 Wir haben uns nicht nur die ersten vier Alien-Filme, sondern auch die vielen Neuerscheinungen seit Prometheus angesehen – egal ob Roman, Videospiel oder Hörspiel. Auf unserer Infografik könnt ihr erkennen, an welchem Zeitpunkt ein bestimmter Titel in der Alien-Chronologie steht. Welche Querverweise und Handlungselemente genau die Filme mit Hörspiel oder Roman verbinden, erfahrt ihr im folgenden Text. Dabei schauen wir uns zunächst die ursprüngliche Alien-Quadrilogy an, um mit den chronologischen Vorgängern Prometheus und Alien: Covenant fortzufahren. Anschließend sehen wir uns die Romane, Hörspiele und Videospiele an, um zum Schluss einen kleinen Ausblick auf anstehende Erscheinungen der Alien-Saga zu wagen. Damit Neulinge hier einen hilfreichen Anlaufpunkt finden, haben wir, so gut es geht, auf Spoiler verzichtet und uns auf die notwendigen Eckpunkte der jeweiligen Handlung beschränkt.

Wer verzweifelt nach den Titeln der Alien vs. Predator Reihe sucht, den müssen wir enttäuschen: Ridley Scott selbst hat verneint, dass die Filme von 2004 und 2007 zum offiziellen Kanon der Alien-Saga gehören. Gleiches gilt für einen Großteil der Comics, in denen weitere Cross-Over (z. B. mit „Judge Dredd“) die offiziellen Grenzen des Universums überschreiten. Nun aber genug des Vorgeplänkels! Raus aus dem Hyperschlaf und bereit machen zum Start. Unser Anflugpunkt: die ersten beiden Alien-Filme.

Die großen Zwei der Alien-Saga

Den harten Kern des Alien-Universums bilden natürlich die vier ersten Filme, die alle von der Auseinandersetzung Ellen Ripleys (Sigourney Weaver) mit den blutrünstigen Aliens handeln. Zudem taucht immer wieder die Weyland-Yutani Corporation auf, die lebende Aliens zu militärischen Forschungszwecken fangen will. Los ging es 1979 mit Alien – Das unheimliche Wesen aus einer anderen Welt. Im Jahr 2122 folgt das Frachtschiff Nostromo einem mysteriösen Signal zum Mond LV-426, wo im Inneren eines fremdartigen Raumschiffs (später bekannt als „Origin“) das erste Alien-Ei der Kinogeschichte entdeckt wird. Die Crew der Nostromo und das Kinopublikum erschraken gleichermaßen, als der erste Facehugger bald darauf sein Opfer findet und in einer der ikonischsten Szenen der Kino-Geschichte aus seinem Wirt schlüpft. Es folgt der Überlebenskampf der Crew gegen das übermächtige Alien.

Mehr brauchte es nicht, um eine Legende des Sci-Fi- und Horror-Genres zu erschaffen. Das Lob dafür gebührt Regisseur Ridley Scott und dem Erfinder der Xenomorph H. R. Giger, der spätere Filme der Alien-Reihe wieder mit seinen Designs unterstütze. Alien – Das unheimliche Wesen aus einer anderen Welt ist noch heute ein lohnenswerter Film. Dafür sorgen die praktischen Effekte und Sets (abseits vom modernen CGI-Schnickschnack), die dem Film nicht nur einen eigenen Charme, sondern auch einen Oscar einbrachten.

Der Trailer für den ersten Alien-Film von 1979. (Damals kamen Trailer noch ganz ohne Inception-Horn aus.)

Weiter ging es 1986 mit Aliens – Die Rückkehr (man beachte das plural-S bei Aliens). Der zweite Teil der Alien-Saga schließt mehr oder weniger direkt an die Ereignisse des Vorgängers an. Nach einem lockeren 57-jährigen Hyperschlaf wird die Nostromo-Überlebende Ripley (zusammen mit Schiffskatze Jonesy!) 2179 im All geborgen. Schnell stellt sich heraus: In der verstrichenen Zeit hat die Weyland-Yutani Corporation LV-426 (der Mond aus Alien 1, nun liebevoll „Acheron“ getauft) besiedelt, jedoch den Kontakt zur kleinen Kolonie Hadley’s Hope verloren. Die Entdeckung der tödlichen Alien-Eier wird befürchtet und Ripley muss als Kampf-erfahrene Beraterin zum Schauplatz des ersten Films zurückkehren. Dabei hat sie dieses Mal statt der eher harmlosen Crew eines Weltraum-Frachters knallharte Colonial Marines im Gepäck. Die sind gefechtserprobt und bringen gleich ein ganzes Waffenarsenal zur gefährlichen Mission mit – da kann ja eigentlich nichts mehr schiefgehen, oder?

Der veränderte Zutatenmix verrät schnell: In Aliens – Die Rückkehr wird Angst- gegen Kampfschweiß getauscht, wenn statt friedlicher Kolonisten ein ganzes Xenomorph-Nest auf LV-426 gefunden wird. Regisseur James Cameron, der zuvor mit Terminator (1984) seine Sci-Fi-Action-Tauglichkeit bewiesen hatte, schraubte die Anzahl der Aliens, Explosionen und verschossenen Patronen gewaltig nach oben und bereicherte die Alien-Reihe um einen zweifach Oscar-prämierten Klassiker. Fans freuten sich über die Erweiterung des Alien-Universums um beliebte Charaktere wie den Androiden Bishop und eine neue Xenomorph-Variante in Form der eierlegenden Königin.

Die nicht mehr ganz so großen Fortsetzungen der Alien-Filmreihe

Nach Scott und Cameron beerbte 1992 der nächste große Hollywood-Name das Alien-Franchise: David Fincher stieg leider sehr spät in die Produktion von Alien 3 ein und musste sich mit einem problematischen Drehbuch und einem sehr strengen Studio rumplagen. Dabei waren die Hoffnungen groß, galten die beiden cineastischen Vorgänger doch längst als Kultfilme. Direkt nach den Geschehnissen des Vorgängers führt in Alien 3 eine Bruchlandung Ripley nach Fiorina 161, einer ehemaligen Haftanstalt für besonders gefährliche Gefangene unter der Kontrolle der Weyland-Yutani Corp. Dass neben Ripley noch ein fremder Passagier auf dem Planeten landet, versteht sich von selbst, ebenso wie die folgenden Ereignisse: Erneut schlüpft ein Alien und Ripley muss sich mit den Gefangenen zusammentun, um es zurückzuschlagen. Trotz den Gastauftritten von Android Bishop und der Alien-Königin konnte Alien 3 nicht an den kritischen Erfolg seiner Vorgänger anschließen, geriet außerhalb der USA mit Einnahmen von über 100.000.000 $ aber zu einem finanziellen Erfolg.

Android Bishop zeigt, was er kann.

Von den drei Vorgängern möchte der letzte Teil der klassischen Alien-Quadrilogy Alien – Die Wiedergeburt (1997, auf engl.: Alien - Resurrection) nichts wissen. 200 Jahre sind seit den Ereignissen auf Fiorina 161 vergangen, von der original Ripley fehlt im Jahr 2379 dementsprechend jede Spur. Stattdessen schafft es ein Klon von Ripley in den Film, wobei sich auch ein bisschen Xenomorph-DNA in ihren Gen-Cocktail gemischt hat. Ausgestattet mit Alien-artig gesteigerten Kräften und Reflexen ist Ripley‘s Transformation von der verängstigten Frachter-Pilotin zur Weltraum-Action-Ikone endlich abgeschlossen. Nach schießfreudigen Colonial Marines und brutalen Gefangenen muss Ripley dieses Mal mit einer Gruppe Söldner zusammenarbeiten. Die wollten eigentlich nur ein paar Menschen als Wirte für Xenomorph-Experimente abliefern, geraten aber selbst schnell ins Visier der Aliens.

Als großes Ende der Alien-Reihe angedacht, sorgte Alien – Die Wiedergeburt für gemischte Gefühle, tendenziell aber eher negative Kritiken. Grund dafür mag die eigenwillige Zusammenarbeit zwischen Regisseur Jean-Pierre Jeunet („Die Fabelhafte Welt der Amelie“) und Drehbuch-Autor Joss Whedon („Buffy – Im Bann der Dämonen“) gewesen sein. Letzterer distanzierte sich später von der Verfilmung seines Skripts. Alle Filme der Alien-Quadrilogy erhielten jeweils eine Roman-Adaption. Die ersten drei von Alan Dean Foster, Teil 4 Aliens – Die Wiedergeburt von Ann C. Crispin. Über die bloße Wiedergabe der Film-Handlung hinaus reichern die Alien-Romane Charaktere und Schauplätze mit neuen Hintergründen und Details an. So offenbart der Roman zu Aliens einige zusätzliche Informationen zu Ripleys Familien-Geschichte, während im Buch zu Alien – Die Wiedergeburt der Prozess des Klonens präziser ausgearbeitet ist.

Reboot der Alien-Franchise durch Prometheus

Nach Alien – Die Wiedergeburt wurde es still in der Alien-Saga – zumindest an den Kinokassen selbst. In Hollywood hingegen wurde schon seit geraumer Zeit über einen möglichen nächsten Film diskutiert. Dieser war zwar von Anfang an als Vorgeschichte zu Alien – Das unheimliche Wesen aus einer anderen Welt geplant, durchlief aber mehrfach Überarbeitungen. Schließlich kehrte Ridley Scott auf den Regie-Stuhl zurück und 2012 erschien Prometheus.

Als neuer Beginn in der offiziellen Alien-Reihenfolge im Jahr 2091 angesiedelt, fehlte Prometheus zur Enttäuschung vieler Fans die direkte Verbindung zum ersten Film, der 31 Jahre später spielt. Dafür erhalten Fans viele vertraute Elemente wie die Weyland Corporation, Androiden und wohl am wichtigsten: die Engineers. Einer von ihnen war im ersten Alien-Film bereits im verlassen Origin-Raumschiff zu sehen. Eine gigantische Gestalt (von Fans „Space Jockey“ genannt) thront beeindruckend am ursprünglichen Fundort der Aliens, wurde aber nur kurz beachtet. (Gab es an Bord des fremdartigen Raumschiffes „Origin“ doch so viel Spannenderes zu sehen!) Diese Engineers stehen in Prometheus in Verdacht, die Menschheit erschaffen zu haben. Zur Klärung dieser Frage bricht eine Expedition in die Fernen des Alls auf, wo sie auf eine Begegnung mit den vermeintlichen Schöpfern hofft.

So gemischt Prometheus auch von Fans und Kritikern aufgenommen wurde, der Film belebte das Alien-Universum neu. Auf der Kinoleinwand führte dies 2017 zum neuesten Teil der Reihe: Alien – Covenant. Aufgrund der Aktualität des Films wollen wir an dieser Stelle besonders wenig verraten. Nur so viel: Wieder erregt ein Signal Neugier, woraufhin die Ereignisse in den 12 Jahren seit Prometheus und einige neue Evolutionsstufen der Xenomorph beleuchtet werden. Den offiziellen Roman zum Film schrieb wieder Alan Dean Foster.

Der offizielle deutsche Trailer für Alien - Covenant.

Ergänzung des Alien-Universums: Die Romane

Nachdem Prometheus das anhaltende Interesse für Xenomorph und Science-Fiction-Abenteuer bewiesen hatte, folgte 2014 eine eigenständige Roman-Trilogie. Diese griff bekannte Schauplätze und Charaktere aus der Alien-Filmreihe heraus und erweiterte mit ihnen das Universum.

Tim Lebbon’s Alien – Out of the Shadows spielt zwischen den beiden ersten Filmen, also Alien und Aliens, im Jahr 2159. Ripley‘s Hyperschlaf nach den Ereignissen auf der Nostromo wird durch eine eigenständige Episode unterbrochen, in der sie in einen Alien-Vorfall auf dem Bergbau-Schiff Marion verwickelt wird. Gegen ihren Willen dockt Ripley’s Rettungskapsel an das befallene Raumschiff an und gemeinsam mit der Crew kämpft sie ums Überleben.

Kurze Videobotschaft vom Bergbau-Schiff Marion.

Die Xenomorph an Bord der Marion kamen ursprünglich von einer Minen-Kolonie auf dem Planeten LV-178, auch New Galveston genannt. 300 Jahre später (und 80 Jahre nach der Handlung von Alien – Die Wiedergeburt) versucht die Weyland-Yutani Corporation auf diesem Planeten erneut lebende Aliens für Experimente zu fangen. Genau das macht die Handlung des zweiten Romans Alien – Sea of Sorrow von James A. Moore aus. Um ihr ewiges Ziel zu erreichen, zwingt die üble Firma Alan Decker zur Mithilfe. Dieser hat durch seine Verwandtschaft zu Ellen Ripley einen ganz besonderen Draht zu den tödlichen Xenomorph.

Der letzte Roman Alien – River of Pain von Christopher Golden widmet sich wiederum einem bekannten Ort: der Kolonie Hadley’s Hope auf dem Planeten LV-426 (bzw. “Acheron”). Dorthin verschlägt es Ripley samt der Colonial Marines im Jahr 2179 auf der Suche nach Überlebenden im zweiten Film Aliens – Die Rückkehr. Allerdings zeigt nur James Cameron‘s Director’s Cut, was den Kolonisten zugestoßen ist – und auch das bloß in wenigen Szenen. Der im selben Jahr spielende Roman hingegen beleuchtet die Ereignisse ausführlicher und gibt weitere Einblicke in die Machenschaften der Weyland-Yutani Corp auf dem Planeten. Zudem erfahren Leser mehr über die Familie von „Newt“, der einzigen Überlebenden der Katastrophe in Hadley’s Hope.

Sci-Fi-Kino für die Ohren: Alien-Hörspiele

Klar, Bücher sind gut und schön, aber die Alien-Saga lebt auch von ihrer Atmosphäre! Wer sich nun die zusätzlichen Episoden der Reihe nicht entgehen lassen möchte, trotzdem aber eine gewisse Prise „Kino“ braucht, für den sind die Alien-Hörspiele genau das Richtige. 2016 erschien das erste deutsche Hörspiel Alien – In die Schatten, dessen Drehbuch auf Tim Lebbon‘s Roman aus dem Jahr 2014 basiert. Hier geht es also ebenfalls um Ripley’s Kampf an Bord der Marion, die Übertragung vom Roman zum Hörspiel bringt jedoch einige Änderungen mit sich. So schallen nun Ansagen des Bord-Computers der Marion durch die langen Flure, Terminals und Bedienelemente geben ein authentisches Piepsen von sich. Dramatischer gestaltet sich das Hören hingegen, wenn aus dem verräterischen Klappern eines Xenomorph in einem Ventilationsschacht plötzlich ein aggressives Fauchen oder Schreien wird. – Da prüft man lieber zwei Mal, wer genau im Bus hinter einem sitzt.

Kleine Hörprobe aus Alien - In den Schatten (Ripley!).

Eines haben all die Geräusche gemeinsam: Sie stammen aus dem Audio-Archiv von 20th Century FOX, sodass Fans der Alien-Saga sich über die originalen Soundeffekte aus den Filmen freuen können. Ähnlichen Wiedererkennungswert bietet auch die Auswahl der Sprecher, die neben vielen bekannten Stimmen vor allem mir Ripley-herself Karin Buchholz aufwarten kann. Mehr Alien auf die Ohren geht nicht!

Erleben statt lesen heißt es auch beim zweiten exklusiven Hörspiel der Alien-Reihe Alien – Fluss des Todes. Nach dem großen Erfolg des ersten Alien-Hörspiels überzeugt die Fortsetzung ebenfalls mit beeindruckender Inszenierung. Nach dem Vorbild von Christopher Golden’s Roman Alien – River of Pain geht es nach Hadley’s Hope, in dessen Nähe – wir erinnern uns – der gefährliche Alien-Fund der Nostromo im allerersten Alien-Film geschah. Die Hörspielversion hebt sich deutlich von der Romanvorlage ab, bietet aber gerade deshalb zusätzliche Einblicke in das Alien-Universum – auch für Kenner des Romans. Und natürlich kommen wieder original Stimmen und Soundeffekte der Filme zum Einsatz. Wer also immer mal wollte, dass die deutsche Sigourney Weaver ihm ins Ohr flüstert, bekommt seinen Traum hier erfüllt.

Ausschnitt aus dem deutschen Hörspiel Alien - Fluss des Todes.

Selbst in den Kampf: Alien-Videospiele

Die letzten zwei Zusatzkapitel in der Alien-Chronologie, die wir an dieser Stelle besprechen wollen, könnt ihr aus der Ego-Perspektive selbst bestreiten – und zwar in Form von Videospielen. Mit dem Segen von 20th Century FOX erweiterte Aliens: Colonial Marines die offizielle Storyline des Alien-Universums. Unmittelbar nach den desaströsen Ereignissen in Aliens – Die Rückkehr wird ein zweiter Trupp Colonial Marines nach Hadley’s Hope geschickt. Ihr schlüpft in die Rüstung von Corporal Christopher Winter und müsst die Xenomorph-Angriffe mit Waffen und Ausrüstung des Films abwehren. Dabei werden Fan-Herzen nicht nur aufgrund des gesteigerten Adrenalinspiegels höher schlagen. Entwickler Gearbox hat nämlich bekannte Charaktere und Schauplätze aus den Filmen eingebaut. Dazu zählen beispielsweise Corporal Hicks und die USS Sulaco, die ihr selbst erkunden könnt (vorausgesetzt die Aliens lassen euch). Damit gilt das Jahr 2179 offiziell als das ereignisreichste der Alien-Franchise: Neben dem zweiten und dritten Film finden hier nämlich auch die Handlungen eines Videospiels sowie eines Romans/Hörspiels statt.

Das 2014 erschienene Alien: Isolation hingegen zeigt, dass die magnetische Anziehungskraft auf Aliens in der Familie Ripley erblich ist. Ihr steuert Ellen Ripley‘s Tochter Amanda, die sich 15 Jahre nach den Ereignissen des ersten Films auf die Suche nach ihrer verschwundenen Mutter macht. Die Reise verschlägt Amanda auf die Raumstation Sevastopol, wo ein Xenomorph sein Unwesen treibt. Obwohl ebenfalls die Ego-Perspektive zum Einsatz kommt, ist bei Alien: Isolation Schleichen angesagt, wenn ihr dem Tod durch das Alien oder feindlich gesinnte Androiden entgehen wollt. Dabei kommt der Spieler nach und nach einem weiteren Komplott der Weyland Yutani Corporation auf die Schliche und lernt, was es heißt auf der Alien-Speisekarte ganz oben zu stehen.

Ausblick: Worauf können Alien-Fans sich zukünftig freuen?

Ob Film, Buch oder Hörspiel: Vorerst scheint das Interesse für die Alien-Saga kein Ende zu finden. Wer trotz der immensen Auswahl an Medien und Geschichten nicht genug bekommt, dem verraten wir abschließend noch, worauf sich zukünftig in Sachen Xenomorph gefreut werden kann.

Im Mai 2017 erschienen, ist Alien: Covenant noch recht aktuell. Ridley Scott persönlich hat noch weitere Prequels angekündigt, die letztendlich eine fließende Brücke zum ersten Alien-Film schlagen sollen. Der nächste Film erscheint 2019. Ebenfalls als Erweiterung des Prequel-Universums gedacht, ist Alan Dean Fosters neuer Roman, der im September 2017 zunächst auf Englisch veröffentlicht wird. Dieser spielt zeitlich vor der 2103 stattfindenden Covenant-Mission und liefert viele neue Informationen zu den Charakteren und der Handlung aus Alien: Covenant.

Wer sich nicht bis 2019 zum nächsten Leinwand-Auftritt der Xenomorph gedulden möchte und deshalb auf eine baldige Fortsetzung der Alien vs. Predator Reihe hofft, wird leider enttäuscht. Trotz einer eigenen Anhängerschaft und ersten Idee stehen die Sterne für Alien vs. Predator 3 schlecht. Stattdessen wird 2018 ein neuer Predator ins Kino kommen – jedoch ohne einen Alien-Gegenspieler.

Ebenfalls mau sieht es an der Spielefront aus: Informationen zu Alien: Isolation 2 entpuppten sich als Gerüchte. Generell bleibt ein Nachfolger zum finanziell wenig erfolgreichen Horror-Spiel unwahrscheinlich, da ein Großteil des Teams das Entwicklerstudio Creative Assembly inzwischen verlassen hat.

Ganz zum Schluss aber noch eine gute Nachricht: Das Hörspiel Alien – Fluss des Todes ist ab sofort bei uns erhältlich. Damit könnt ihr euch die Wartezeit bis zum nächsten Kino-Alien mit einem Aufenthalt in Hadley’s Hope vertreiben und die Geschehnisse um Ripley direkt vor dem zweiten Film „Aliens“ erleben. Anschließend könnt ihr diesen ja nachholen, dann den zugehörigen Roman lesen, eines der Videospiele testen und und und …