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Die Säulen der Erde von Ken Follett

Von: Gast
18.05.2011

Florian Weidhase ist Journalist. Er begleitet uns jetzt schon fast von der Gründung in 2004 an und ist einer unserer größten Hörbuchbotschafter – sein Freundeskreis möge es ihm verzeihen! Er hat seine gesamte Wohnung mit Funkboxen ausgestattet, so dass er sogar im Bad beim Zähneputzen Hörbuch hören kann und lässt sich vor allem von englischsprachigen Büchern, Agenten-Thrillern und mittelalterlichen Romanen begeistern.

Eigentlich kannte und schätzte ich Ken Follett nur als Autor von Thrillern. Um so überraschter war ich, als mir Die Säulen der Erde unterkam. Knapp 50 Stunden Spielzeit? Das schreckte mich zunächst ab. Im Nachhinein habe ich jede Minute genossen. Die gehörte Reise in das dunkle Mittelalter Englands ist einfach atemberaubend, detailverliebt und gerade wegen der vielen Alltagsschilderungen atmosphärisch unheimlich dicht.

Meine zuvor vernebelte Vorstellung dieser Epoche hat Ken Follett mit Leben jenseits der geläufigen Filmklischees gefüllt. Diese Meisterleistung setzt der Autor in Die Tore der Welt nahtlos fort und bescherte mir somit 50 weitere Stunden puren Hörgenuss. Der Inhalt? Zu vielschichtig, um ihn zusammenzufassen. Der jahrzehnte lange Bau der Kathedrale in der englischen Priorei Kingsbridge spielt zwar die zentrale Rolle, in ihrem Schatten spielen jedoch unzählige Geschichten über Liebe, Hass, Neid, Eifersucht, Gewalt und Hoffnung. Bleibt zu hoffen, dass Ken Follett noch viele Werke dieser Güte erschafft. Einen sehr gelungenen Neuanfang in einer anderen, nicht weniger spannenden Epoche hat er bereits vollendet: Sturz der Titanen. Ich will mehr!