Audible

Ein Jahr DAS RAD DER ZEIT zum Hören

Von: Gast
12.05.2011

Philipp-Michael Lang ist Betreiber der größten deutschen Rad der Zeit-Fanseite im Internet www.RadDerZeit.de und erklärt in diesem Artikel, wie er uns von Beginn der Hörbuchproduktion unterstützt und beraten hat und wie er Helmut Krauss kennengelernt hat.

Das Rad der Zeit – jenes epische Fantasy-Werk von Robert Jordan, das mittlerweile kurz vor seiner Vollendung steht – habe ich vor über 10 Jahren angefangen zu lesen.

Es ist die Geschichte einer Gruppe junger Männer und Frauen, die plötzlich aus ihrem friedlichen Dorf fliehen müssen. Der Dunkle König und seine bösartigen Schergen haben es auf sie abgesehen. Es stellt sich heraus, dass einer der Männer der legendäre Wiedergeborene Drache ist, über den die Prophezeiungen sagen, dass er die Welt vor dem Dunklen König retten, sie aber gleichzeitig zerstören wird. Er und die anderen treten dem Schatten entgegen, der die Welt zu verschlingen droht.

37 deutsche Bände umfasst Das Rad der Zeit mittlerweile. Audible hat sich der Mammutaufgabe gestellt, dieses Projekt zu vertonen.

Und hier komme ich ins Spiel: Als Betreiber der größten deutschen Rad der Zeit-Fanseite im Internet www.RadDerZeit.de wurde ich schon früh über das Projekt und die Sprecherwahl informiert, die Audible vor der Vertonung der Fantasy-Serie veranstaltete. Dabei konnten Audible-Kunden, Leser der Rad der Zeit-Fanseite und Leser des Hörbuch-Magazins HörBücher zwischen folgenden Sprechern einen für die Vertonung der Fantasy-Saga auswählen: Oliver Siebeck, Helmut Krauss, Sascha Rotermund und Uve Teschner. Helmut Kraus gewann knapp vor Sascha Rotermund.

Unsere Mitglieder der Fanseite wurden von Audible um Unterstützung beim Zusammenfassen der Texte und bei der Aussprache von Namen und Fachbegriffen gebeten. Wir taten natürlich was wir konnten - wann hat man als Fan schon einmal Gelegenheit, so unmittelbar bei einer Hörbuchproduktion mitzuwirken?

Auch wenn ich ursprünglich einen anderen Sprecher gewählt habe und mich zunächst an die Stimme gewöhnen musste, gefällt mir die Art, wie Helmut Krauss das Rad der Zeit liest, mittlerweile sehr gut. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich ihn inzwischen persönlich kennengelernt habe.

Zuerst begegnete ich ihm beim Audible-Sommerfest auf der Dachterasse über den Dächern Berlins. Bis tief in die Nacht unterhielten wir uns über Das Rad der Zeit, Hörbücher im Allgemeinen und seine sonstigen Aktivitäten als Synchronsprecher und Schauspieler. Ehrlich interessiert zeigte er sich auch an unserer Arbeit für die Rad der Zeit-Fans – und bewunderte uns für den Überblick, den wir über die ganze Serie hatten.

Vor kurzem kam ich erneut nach Berlin um Helmut wiederzutreffen. Dank Audible war es mir möglich, einmal hautnah bei den Aufnahmen für die neue Rad der Zeit-Folge 15 dabeizusein. Es sollten einige Kapitel aus “Die Amyrlin” eingelesen werden. Der Tag begann locker, ich war früh dran und Helmut noch nicht da. Also konnte ich in Ruhe in der Audible-Küche noch einen Latte Macchiato trinken und Kekse gabs auch noch.

Nachdem Helmut dann zu uns gestoßen war und auch seinen Kaffee getrunken hatte, ging es dann auch wenig später ab in das kleine Tonstudio. Zu dritt war es in dem kleinen Raum schon recht eng. Helmut las sich drinnen warm, während ich mich fragte, wie gut die Schallisolation des Studios sein musste – immerhin wurde zeitgleich mit den Aufnahmen das Nachbargebäude abgerissen! Auf den Aufnahmen war davon aber später nichts zu hören.

Helmut erklärte mir, dass er die Texte vor den eigentlichen Aufnahmen nicht durchliest, während andere Sprecher sich wohl eingehend Markierungen und Notizen machen. Umso erstaunlicher war es, dass er kleine Fehler in der Textvorlage teilweise im voraus erkannte und unmittelbar beim Lesen korrigierte. Gelang ihm das mal nicht, fluchte er allerdings auch schonmal lautstark.

Dirk und Phillip in der AufnahmeWas mich überrascht hat, war, wie professionell und systematisch mit einem der kontroversesten Themen beim Rad der Zeit umgegangen wurde – nämlich der Aussprache der Namen. Fast jeder Fan, dem ich begegnet bin, hatte für einige Namen andere Aussprachen. Auch wenn Helmut in vielen Fällen anders betont, als ich es tun würde (viel häufiger auf der letzten Silbe beispielsweise), zieht er immerhin eine konsequente Linie durch. Um zu vermeiden, dass er Namen, die schon lange nicht mehr vorgekommen sind, anders ausspricht, gibt es eine Datenbank mit Tonaufnahmen zu jedem Namen. Insgesamt 1.300 Begriffe haben sich in einem Jahr Produktion inzwischen schon angesammelt. Mit dieser Referenz wird immer abgeglichen, wenn ein Name schonmal vorkam. Ein bisschen stolz bin ich schon, dass ich ein paar Mal auch hilfreiche Tipps geben konnte.

Obwohl ich gerne noch länger zugehört und in den Pausen mit Helmut und dem Audible-Team geschwatzt hätte, musste ich dann auch leider irgendwann wieder gehen. Aber das nächste Audible-Sommerfest kommt bestimmt! Und es hat etwas von einem Wiedersehen mit Freunden.

Wir bedanken uns bei Philipp ganz herzlich für den interessanten Beitrag!

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