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Google Reader-Alternativen (1): Feedly - das Rundum-sorglos-Paket

11.06.2013

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Wer dieser Tage den Google Reader öffnet, um seine RSS-Feeds zu lesen, wird mit dem Hinweis “Reader will not be available after July 1, 2013. Please be sure to back up your data” begrüßt. Zum Unmut der gesamten Netzgemeinde macht Google die Pforten seines populären RSS-Reader am 1. Juli 2013 dicht. Wir nutzen die Zeit bis dahin und stellen euch in einer vierteiligen Reihe die besten Google Reader-Alternativen vor.

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Feedly - das Rundum-sorglos-Paket

Nachdem am 14. März 2013 bekannt wurde, dass Google seinen überaus beliebten Reader nach mehr als fünf Jahren zum 1. Juli 2013 hin einstellen wird, wusste niemand so recht, wo die Reise hingeht. Natürlich existieren schon seit jeher entsprechende Alternativen für den Konsum von RSS-Feeds, in puncto Beliebtheit war und ist der Google Reader jedoch die unangefochtene Nummer 1. Ab dem 1. Juli wird der Dienst Feedly diese Rolle übernehmen, da er den Nutzern genau das bietet, was sie sich wünschen: ein Rundum-sorglos-Paket.

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Einfach, schick, kostenlos

“More than 3,000,000 Google Reader users have switched to feedly.” verkündet der RSS-Dienst auf der Startseite. Warum sich so viele Nutzer für Feedly entscheiden, lässt sich recht einfach erklären: Der Dienst erlaubt es den Nutzern, sich mit ihrem Google Account einzuloggen und so sämtliche abonnierte RSS-Feeds aus dem Google Reader zu importieren. Der Wechsel wird so kinderleicht.

Darüber hinaus wartet Feedly mit einem minimalistischen und zugleich funktionalen Design auf, das für jeden Geschmack die richtige Ansicht bereithält. Wer sich einen schnellen Überblick verschaffen möchte, kann sich nur die Überschriften anzeigen lassen, wer RSS-Feeds lieber im Magazin-Style konsumiert, kommt ebenfalls auf seine Kosten. Unterschiedliche Themes, eine “Save for Later”-Option und die benutzerfreundliche Navigation mit Tastaturkürzeln runden das Paket ab.

Feedly ist einfach in der Handhabung, schick im Design und nicht zuletzt kostenlos. Selbstverständlich ist dies keineswegs, wie sich in den kommenden Wochen bei einigen weiteren Google Reader-Alternativen zeigen wird. Ob das so bleibt, ist jedoch fraglich: Je mehr Nutzer auf Feedly zurückgreifen, desto mehr Ressourcen - die Geld kosten - werden nötig sein, um die Stabilität des Dienstes zu gewährleisten.

Mögliche Finanzierungsmodelle evaluieren die Macher von Feedly derzeit in einer Umfrage mit dem Titel  “Funding Feedly”.

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Plattformübergreifend die RRS-Feeds im Blick

Wer einen Windows-Rechner, ein Android-Tablet und ein iPhone nutzt, ist darauf angewiesen, dass ein Dienst plattformübergreifend verfügbar ist - so wie der Google Reader. Außerdem möchten viele Anwender selbst entscheiden, welche App sie zum News-Konsum nutzen und sich diese nicht von einem Dienst vorschreiben lassen. Bei Feedly hat man das verstanden:

That effort is paying off: Our community is growing. 68% of the users who try feedly end up converting into weekly active users. Active users have been doubling the amount of time they spend reading their feedly. […]

But we still have a long way to go. We have been turning to the community to finalize the roadmap for the rest of this year – thanks for the 3,500+ ideas and the tens of thousands of votes you casted on uservoice.

Die Roadmap für das Jahr 2013 sieht nicht nur ein offenes API vor, mit dem dann RSS-Clients wie Press, Reeder, Nextgen, Newsify oder gReader genutzt werden können, sondern auch eine offizielle App für Windows 8 / Windows Phone 8 und ein Web-Interface, das ohne die bislang notwendige Browser-Erweiterung auskommt.

Zusammengenommen macht all das Feedly zur derzeit besten Google Reader-Alternative.

Unser Gastautor Frank Feil ist als freischaffender Blogger und Community Manager tätig. Er schreibt unter anderem für den Web- und Gadgetsblog stereopoly.de. Seinen privaten Blog findet ihr unter www.frank-feil.de.

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