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Google Reader-Alternativen (2): Feedbin - einfach und schnell

19.06.2013

feedbin.me

Google Reader, der aktuell wohl beliebteste RRS-Reader, wird am 1. Juli 2013 eingestellt. Für viele Anwender bedeutet dies, dass sie sich auf die Suche nach passenden Alternativen machen müssen. Eine dieser Alternativen ist Feedly, ein kostenloser Dienst, den wir euch in der vergangenen Woche ausführlich vorgestellt haben. Wer bereit ist, 2 US-Dollar pro Monat für den Nachrichten-Konsum via RSS-Feeds auszugeben, sollte sich dagegen Feedbin genauer anschauen.

Feedbin - minimalistisch und effizient

Die Google Reader-Alternative Feedbin kann längst nicht den Bekanntheitsgrad und das imposante Design von Feedly aufweisen, bietet dem geneigten RSS-Feed-Leser letztendlich aber alles, was das Herz begehrt - und noch etwas mehr.

Während Feedly von Haus aus kostenlos ist (wie lange das noch so bleibt, ist derzeit unklar), haben sich die Macher von Feedbin dazu entschieden, auf eine monatliche Gebühr von 2 US-Dollar zu setzen. Wer gleich für das ganze Jahr bezahlt, bekommt zwei Monate geschenkt. Dafür verspricht Feedbin den Anwendern

A fast, simple RSS feed reader that delivers a great reading experience.
Nicht mehr und nicht weniger. Das Web-Interface von Feedbin, das im Gegensatz zu Feedly keine Browser-Erweiterung benötigt, zeichnet sich durch ein minimalistisches, intuitives, dreispaltiges Layout aus. Man findet sich schon beim ersten Login problemlos zurecht. Alles ist auf Effizienz ausgelegt, designtechnische Spielereien sucht man vergebens. Keyboard Shortcuts erleichtern die Navigation. Wer sehr viele RSS-Feeds abonniert hat, kann zu deren Organisation auf Tags zurückgreifen.

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Apps für jede Plattform

Die größte Stärke von Feedbin ist die offene Programmierschnittstelle (API), die es prinzipiell jedem Entwickler erlaubt, den Dienst in den eigenen RSS-Client zu integrieren. Das bedeutet, dass man gar nicht unbedingt auf das Web-Interface von Feedbin zurückgreifen muss, sondern die Feeds bequem über Clients lesen und verwalten kann. Ein riesiger Vorteil gegenüber Feedly, das den Nutzern derzeit nur die Nutzung der eigenen iOS- und Android-Apps gestattet.

RSS-Clients, die mit Feedbin zusammenarbeiten, findet man auf jeder Plattform. Unter Mac OS X und iOS kommt man mit der beliebten Reeder-App auf seine Kosten, unter Windows mit Tafiti und unter Googles Android mit dem Feedbin Reader. Mit der Abschaltung von Google Reader werden weitere RSS-Clients folgen.

feedbin

2 US-Dollar, die sich lohnen

2 US-Dollar pro Monat (1,50 €) oder alternativ 20 US-Dollar pro Jahr (15 €) für einen wirklich guten RSS-Dienst tun keinem weh. Man muss bedenken, wie einfach uns diese Dienste den Nachrichten-Konsum machen und wie viel Zeit wir tagtäglich durch RSS-Feeds sparen, weil wir eben nicht jede Website und jedes Blog einzeln durchforsten müssen.

Feedbin bietet dabei eine plattformunabhängige Lösung, die neben einem mit jedem Browser aufrufbarem Web-Interface auch eine Vielzahl von Drittanbieter-RSS-Clients unterstützt.

Welcher Google Reader-Alternative nutzt ihr? Lasst es uns wissen!

Unser Gastautor Frank Feil ist als freischaffender Blogger und Community Manager tätig. Er schreibt unter anderem für den Web- und Gadgetsblog stereopoly.de. Seinen privaten Blog findet ihr unter www.frank-feil.de.