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Mit diesem Podcast lernt jeder meditieren

05.01.2018

Unser Original Podcast “Impetus” bringt euch in einem 100-Tage-Kurs die Kunst der Meditation bei. Ganz einfach. Mit täglichen Folgen.

Unser Original Podcast “Impetus” bringt euch in einem 100-Tage-Kurs die Kunst der Meditation bei. Ganz einfach. Mit täglichen Folgen.

„Die schönste Erfahrung ist es, genau jetzt das zu tun, was man gerade tut!“, sagt Oliver Wunderlich nach 30 Jahren Erfahrung mit Meditation. Sein Podcast „Impetus – Einfach meditieren lernen“ ist eine sanfte Einführung in die Kunst, sich nicht vom eigenen Leben ablenken zu lassen. Mit unterhaltsamen Tipps und Tricks, mit Anekdoten und Augenzwinkern vermittelt er in drei Monaten einen lang bewährten Weg, wie jeder etwas mehr Entspannung und Ruhe in seinen Alltag bringen kann. Probieren Sie es einfach aus – genau jetzt!

Mehr Entspannung und Ruhe im Alltag

Wir sprachen mit Oliver Wunderlich über seinen neuen Audible Original Podcast “Impetus - Einfach meditieren lernen” und seine Erfahrungen, wie so richtig abschalten funktionieren kann.

Oliver, sag mal: Kann jeder Meditieren lernen?

Davon gehe ich aus. Meditieren ist kein magischer Trick des Bewusstseins, sondern etwas, das jeder von uns schon oft getan hat. Ob beim Sport, beim Dösen, beim Tanzen, beim Sex oder beim Kartoffelschälen – jeder kennt meditative Zustände! Wir versuchen nur, dem eine höhere Bedeutung im alltäglichen Leben zu geben. Und das zu üben.

Warum meditierst Du?

Weil es mir zu einer Gewohnheit geworden ist. Wenn ich einmal für ein paar Tage nicht dazu komme, geht es mir nicht mehr so richtig gut. Also meditiere ich lieber weiter!

Du meditierst seit 30 Jahren – wie fing es bei Dir an?

Davon erzähle ich in Impetus in ein paar kleinen, manchmal ein bisschen peinlichen Geschichtchen. Vorab nur soviel: Ich war jung und brauchte das… nicht Geld, aber die Zuwendung. Eigentlich wollte ich nur eine Frau beeindrucken! Und fand’s erst einmal richtig sch…

Welches Image hatte Meditation vor 30 Jahren – und wie hat es sich seitdem verändert?

Das ist eine sehr schöne Frage! Meditation war in den Achtzigern sehr in der esoterisch sprirituellen Nische, es roch noch intensiv nach Räucherstäbchen! Ich erzählte damals nicht stolz vom letzten Kurs, nein, ich versuchte, das für mich zu behalten! Ich meditierte heimlich! Heute hat sich das ja geändert. Obwohl, wenn ich so darüber nachdenke: Heute ist Meditation vielleicht schon zu sehr nur eine Hilfe, um leistungsfähiger und effizienter zu sein im Alltag…

Ich glaube schon, dass die meisten Menschen gerade in einer Welt, die so im Umbruch ist wie die heutige, von etwas Sammlung und Innehalten nur profitieren können.

Oliver Wunderlich

Wie ist der „Impetus“-Kurs aufgebaut?

Der Kurs besteht sozusagen aus drei echten „Staffeln“ und einer Helfer-Staffel. Über drei Monate hinweg gibt es einen super-smoothen Einstieg in das Meditieren. In der ersten Staffel kann man Impetus überall mit hinnehmen! Wir nähern uns der Meditation über den Hörsinn und lernen schon einige Basics. Aber es gibt auch Traumreisen, die jetzt nicht super-zielführend sind, sondern nur entspannend und schön. In der zweiten Staffel wird es schon ernster und wir setzen uns zur täglichen Meditation. Man sollte also einen Platz dafür in der Wohnung freischaufeln und auch ein paar Minuten im täglichen Terminkalender. Wir sprechen über viel grundlegende Themen, aber es gibt auch Anekdoten zu hören oder traditionelle Zengeschichten. Letztere sanft modernisiert, würde ich behaupten wollen. Die dritte Staffel führt uns dann theoretisch und vor allem praktisch von 15 Minuten Meditation langsam zu 30 Minuten. Aber man kann sich das so einrichten, wie man möchte. Darum zum Beispiel gibt es auch die vierte Staffel. Das ist dann Handwerkszeug wie Meditations-Timer oder Tipps, Tricks und weiterführende Links.

Du sprichst von Meditation scherzhaft als „Sitzen, die Klappe halten und an die Wand gucken”. Klingt ein wenig öde. Wird es langweilig?

Natürlich wird es langweilig! (dramatische Pause) Aber es ist manchmal auch die spannendste Sache, die man überhaupt machen kann. Wirklich: Manchmal braucht man all’ seinen Mut, um sich hinzusetzen, die Klappe zu halten und an die Wand zu gucken! Wenn man aber in diesem Moment von draußen draufguckt, sieht man das nicht. Ich glaube, ich sage das aber immer, damit Anfänger nicht zuviel Angst haben. Und damit sie sich nicht schlecht fühlen, wenn es sich am Anfang halt nur so banal anfühlt, wie es von außen halt auch aussieht. Manchmal fühlt es sich noch nach 30 Jahren so an!

Wie überzeugst Du jemanden, der skeptisch gegenüber Meditation ist, vom Gegenteil?

Gar nicht. Ich krieg’ ja keine Auszeichnungen für gelungene Konversionen! Die Meditation gibt es. Sie ist da. Mit Impetus möchte ich ein Angebot aussprechen, dessen Einstiegsschwelle besonders leicht zu überwinden ist. Keine Versprechen, keine Esoterik, keine Gelübde und keine Religion. Jeder kann es also völlig risikofrei versuchen. Da ist nur meine Stimme aus dem Smartphone, sonst nichts. Und wenn man nach ein paar Folgen denkt: „Nö, das ist nichts für mich“ - dann ist es auch gut! Aber natürlich glaube ich schon, dass die meisten Menschen gerade in einer Welt, die so im Umbruch ist wie die heutige, von etwas Sammlung und Innehalten nur profitieren können.

Keine Versprechen, keine Esoterik. Impetus ist ein Angebot.

Oliver Wunderlich

Wie kann man Meditation in den Alltag integrieren?

Auch eine gute Frage! Gleich in der ersten Staffel werden wir das ganz konkret an vier Beispielen üben. Zum Beispiel beim Zähneputzen, beim Duschen oder beim Chips-Essen. Alles hervorragende Meditationsübungen!

Wie kann Meditation zu einer Bereicherung im Leben werden?

Oops. Das weiss ich nicht. Sich „bereichern“ ist wahrscheinlich nicht die nützlichste Einstellung, wenn man die Meditation beginnt. Ich versuch’s ‘mal anders auszudrücken: Jeder, der das hier liest oder “Impetus” zuhört, ist nicht tot. Bis er oder sie dann unvermeidlicherweise irgendwann verstirbt. Es macht also Sinn, dabei zu sein, während man lebt, oder? Genau das ermöglicht die Art von Aufmerksamkeit, die man beim Meditieren trainiert.

Hast Du auch einen Zen-Meister? Sollte jeder einen haben?

Das ist die Gretchenfrage des europäischen Zen! Wir haben in Europa aus diesem „Meister“-Begriff der asiatischen Kulturen eine Chimäre geschaffen, die auch viel Unheil gestiftet hat. Ich weiß nicht, wer mehr daran schuld hat: Kung-Fu-Filme aus den Sechzigern oder Meister Yoda aus Star Wars? Die Menschen, die ich früher „Meister“ genannt habe, leben beide nicht mehr. Aber ich finde, man sollte auf Dauer nicht alleine meditieren. Sonst übt man vielleicht fieberhaft etwas, das einem eher schadet als nützt. Jemanden zu haben, der den Weg schon länger geht und dem man auf diesem Weg zusehen kann, das ist wichtig. So sind gute Lehrer. Und die gibt es durchaus - in Staffel vier von “Impetus” reden wir darüber, wie man sie finden kann.

Über Oliver Wunderlich

Oliver Wunderlich ist schon lange Podcaster. Jeden Morgen kann man seiner Sendung „Morgenradio“ im Internet lauschen. Außerdem meditiert er jeden Tag. Seit 30 Jahren – gleich nach dem Aufwachen. Mit „Impetus – Einfach meditieren lernen“ verbindet der Meditationslehrer nun seine Leidenschaft für’s Hören mit der fürs Lehren.


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