Mit Sebastian Fitzek beim Videodreh

Sebastian Fitzek
08.05.19

Für die neue Audible-Videokampagne konnte ein ganz besonderer Kopf gewonnen werden: Deutschlands bekanntester Thriller-Autor Sebastian Fitzek. Wir waren hinter den Kulissen dabei.

Morgens, halb Neun in Berlin: „Ich bin nicht dieser Fitzek, der die Nächte durchschreibt,“ sagt Sebastian Fitzek, Deutschlands bekanntester Thriller-Autor, an einem Schreibtisch sitzend. Hinter ihm eine Bücherwand und ein Fenster, an das Regen zu tropfen scheint. Dabei hat er die Kamera fest im Blick. Ein paar Sekunden zu lange.

Die Kamera verrät es: Hier wird ein Video gedreht. Die Bücherwand ist ebenso unecht wie das Fenster, hinter dem ein Produktionsmitarbeiter mit Sprühflasche steht, aus der er die vermeintlichen Regentropfen stammen. Das Video wird Teil der Audible Brand Kampagne „Ich bin, was ich höre“ werden, die mit Unterstützung der Hamburger Agentur Kolle Rebbe entwickelt wurde. Nur diesmal mit einem bekannten Gesicht vor der Kamera: Sebastian Fitzek.




Die generelle Idee hinter diesen Spots: Sie visualisieren, wie ganz unterschiedliche Hörertypen in ihrem Alltag auf Audioinhalte reagieren. Da ist etwa die junge Frau im Bus, die sagt: „Ich bin nicht irgendeine Tusse hinten im Bus, ich bin das Wissen, das die Welt nach vorne bringt.“ Und da ist die Großmutter im Wohnzimmersessel, die erklärt: „Ich bin nicht Oma Elli beim Socken stricken, ich bin eine Mafiabraut, die im Hintergrund die Fäden zieht.“ Während des zweiten Satzteils ranken sich um den Kopf der Protagonisten CGI-Animationen im Stil ihrer jeweiligen Lieblingshörbücher, - spiele oder Podcasts.

Beim Spot mit Sebastian Fitzek geht es weniger darum, zu zeigen, was der Thriller-Autor hört, als darum, was im Kopf des Künstlers vorgeht, der diese düsteren Welten für seine Hörer kreiert: „Ich bin ein Albtraum, der darauf wartet, dass du schläfst,“ lautet hier der zweite Satzteil, den Sebastian Fitzek mit irritierend-intensiven Gesichtsausdruck in die Kamera spricht.



Sebastian Fitzek ist medienerfahren, weshalb er beim Dreh am frühen Morgen in den Berliner Havelstudios auch wirkt wie ein alter Hase. Ruhig wiederholt er seine Bewegung auch noch beim 15. Take. Fasziniert ist er trotzdem von dem Produkt und dem Aufwand, der hier betrieben wird, „vergleichbar mit einer Kinoproduktion“, sagt der Bestsellerautor. Beeindruckt ist der Berliner von der Liebe zum Detail – bis hin zum Opernlexikon, das in der Bücherwand darauf wartet, entdeckt zu werden.

Die Produktionsfirma Tempomedia und die Regisseure von DVEIN waren relativ früh in die Audible-Kampagne eingebunden. Trotzdem dauert die Organisation rund um mehrere 30-sekündige Spots, von Vorbereitung bis zu Postproduktion etwa zwei Monate – vom ersten Kontakt zwischen Agentur und der Filmproduktion bis zur finalen Endabnahme liegen in diesem Fall sogar rund fünf Monate.

Am Tag selbst muss alles laufen. Alle Szenarien und Details werden deshalb so vorbereitet, dass wenig schiefgehen kann. Und sollte das doch mal der Fall sein, stehen insgesamt 65 Menschen bereit, um schnell reagieren zu können. „Das größte Risiko ist eigentlich der Ausfall eines Hauptdarstellers aus zum Beispiel gesundheitlichen Gründen oder der seltene Ausfall eines technischen Gerätes, das nur einmal am Set vorhanden ist, wie die Kamera,“ erklärt Vera Portz, Executive Producerin von Tempomedia.

65 Menschen betreuen den Dreh

Das ist aber beim Fitzek-Shoot zum Glück nicht der Fall. Doch ist der Protagonist nach den Kameraaufnahmen noch lange nicht fertig. Denn das Video besteht aus zwei Hälften – und in der zweiten kommt die 3-D-Animation mit ins Spiel: das Innenleben des Gehirns Sebastian Fitzeks. Düster? Aber sicher! Und vor allem gut vorbereitet: Schon während des Drehs muss übrigens darauf geachtet werden, wird dieser dramaturgische Einschnitt mit Lichtwechseln unterstützt und eingeleitet.

Danach muss Sebastian Fitzek dann zur Vermessung seines Kopfes, damit die Animation sich auch millimetergenau um seinen Kopf legen kann. Die Postproduktion der aktuellen drei Vignetten – neben Sebastian Fitzek wurden noch zwei weitere Spots in den Filmhallen gedreht – findet dann in Katalonien statt. Neben der Agentur, der Regie und Filmproduktion sind dann auf der Postproduktionseite in Barcelona etwa 15 Personen in die Produktion involviert, die dafür sorgen, dass sich Sebastian Fitzek innerhalb von nur 30 Sekunden erfolgreich von einem fleißig-freundlichen Autor zu einem düster und verrückt dreinblickenden Psychopathen wandelt. Natürlich nur im Film.

Auris ist das neue Hörspiel nach einer Idee Sebastian Fitzeks

Kenn ihr schon Auris, das neue Hörspiel nach einer Idee von Sebastian Fitzek? Hört doch mal rein:

Auris

Autor:
Sebastian Fitzek, Vincent Kliesch, Helge May, Judith Schöll
Sprecher:
Simon Jäger, Svenja Jung, Oliver Masucci, Thomas Balou Martin, Julian Horeyseck, Rauand Taleb
Spieldauer:
6:42 Std.