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Wie spreche ich Menschen richtig an?

Von: Saba
03.06.2013

Wie spreche ich Menschen richtig an? Bild: fotolia.com, © Riccardo Piccinini
Sie ist allgegenwärtig. Manchen eine Krux, den anderen eine Leidenschaft. Sie öffnet einem Tür und Tor, oder sorgt dafür, dass wir für immer draußen bleiben. Die Rhetorik. Schon in der Schule lernen wir um die Wichtigkeit des sprachlichen Ausdrucks, der überzeugenden Rede und wortgewaltiger Metaphern. Auch danach mangelt es nicht an Gelegenheiten seine rhetorischen Fähigkeiten auf- und auszubauen. Sei es mithilfe von Hörbüchern, auf speziellen Rhetorikseminaren oder im Bewerbungstraining. Viele Leute verdienen sehr gut daran, dass Menschen sich besser ausdrücken wollen.

 

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Doch gibt es auch allgemeine Tipps, die sich einfach befolgen lassen, ohne dass man sich erst für einen Workshop anmelden oder teure Fachliteratur kaufen muss? Die gibt es! Und auch wenn Seminare und Ratgeber uns womöglich auf manche Situationen (wie zum Beispiel wichtige Vorträge) besser vorbereiten, gibt es tatsächlich einige grundlegende Dinge, die uns im Alltag schon enorm weiterhelfen können, uns eindrücklich zu verständigen.

  • Relevanz Mut zur Lücke! Klar, alles, was wir zu sagen haben, ist wichtig. Aber selbst wenn unser Gegenüber uns die ganze Zeit gebannt an den Lippen hängt, werden die x zusätzlichen Details, die wir unserem Anliegen anfügen, unweigerlich in Vergessenheit geraten. Darum ist immer besser sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und vor allem zügig mit der Hauptbotschaft herauszurücken. Das Wichtigste gehört an den Anfang!
  • Sprechpausen Atmen nicht vergessen! Auch wenn es bei manchen eindrücklich wirken mag, wenn sie wortgewaltig einen Monolog vortragen - ohne Punkt und Komma sein Anliegen runterrasseln ist nicht das Gleiche. Und es führt zu nichts. Darum ist es wichtig immer mal eine Sprechpause einzulegen und durchzuatmen. Das hat zwei Vorteile: Wir kriegen besser Luft und der Gesprächspartner kann das eben Gesagte erst mal verarbeiten.
  • Sprachtempo Wichtig ist: Keine Angst haben langsam zu reden! Gerade wenn wir nervös sind, reden wir immer schneller, um schnellstmöglich der Situation zu entkommen. Aber seht’s mal so: Zu schnelles Reden führt sehr wahrscheinlich dazu, dass unser Gegenüber nichts von dem versteht, was wir gerade versuchen darzulegen.  Das heißt, es werden Fragen folgen, sodass wir alles nochmal erklären müssen, was oft noch mehr verunsichert. Somit hat man gar nichts schneller hinter sich gebracht. Stattdessen: Durchatmen und Satz  für Satz seinen Standpunkt klar machen. Natürlich ohne einzuschlafen!
  • Verständlichkeit, Teil 1 Zähne auseinander und Mund auf! Wir wissen (wahrscheinlich) was wir sagen wollen und was wir meinen. Wenn wir unser Thema, aber nur durch die Lippen hervorpressen und es dann noch dem Fußboden erzählen, wird es unser Gesprächspartner nicht erfahren. Darum klar vernehmlich und deutlich sprechen und dem Gegenüber, wenn schon nicht in die Augen, dann wenigsten ins Gesicht sehen!
  • Satzbau In Texten stören zu viele Hauptsätze den Lesefluss. Es ist jedoch ein rhetorisches Fauxpas seinen Diskurs in schwer nachvollziehbare Schachtelsätze zu packen. Nur keine Scheu vor einfachem Satzbau! Manchmal fällt es nicht ganz leicht einen verständlichen Satz nach dem anderen zu auszusprechen, vor allem wenn man fünf Aspekte gleichzeitig erklären will. Da kann es helfen sich vor dem Sprechen seine Argumente im Kopf auszuformulieren.
  • Verständlichkeit, Teil 2 Gerade wenn wir beeindrucken möchten, greifen wir gerne zu hochgestochenen Fachbegriffen. Diesen zuzuhören kann schnell zur Qual werden, vor allem wenn sie überflüssig sind. Bei manchen Themen lassen sie sich nicht vermeiden, das ist logisch. Aber wenn wir uns gerade nicht auf einer Ärztekonferenz oder in einer Jura-Vorlesung befinden, ist der allgemeine Sprachgebrauch meistens völlig ausreichend. So vermeidet man auch sich zu blamieren, weil versehentlich ganz falsche Ausdrücke verwendet wurden.
Wie steht’s bei euch? Welche Tipps haben euch geholfen sich im Alltag verständlicher auszudrücken?

Falls demnächst eine wichtige Präsentation ansteht und ihr doch noch Tipps von Fachleuten braucht, findet ihr hier Expertenhilfe.

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